Re: Härtetest

Krötenhocker, (vor 5369 Tagen) @ Christoph

Hallo Karl, hallo Jens,
eine Frage aus Neugierde... Wie wurden die Sporenvolumina der Entoloma-Sporen
berechnet? Ich gehe davon aus, dass es das Programm gemacht hat.

Ja, Ellipsoid-Volumen-Formel. Es geht auch gar nicht so sehr um die exakte Berechnung des Volumens, sondern um eine einigermaßen sinnvolle Formel, die Länge und Breite vereint. Ich habe die (in der Literatur (weiß nicht mehr wo) als kritische betrachtete) Flächenrechteckformel auch mal mit aufgenommen, da es sein könnte, dass das Volumen durch eine Überbewertung der Breite und dadurch stark erhöhte Standardabweichungen nicht geeignet ist, t-Tests sinnvoll zu realisieren. Eigentlich findet hier ja nichts anders statt, als eine Transformation und da da immer die gleiche Formel angewandt wird, kommt es auch nicht unbedingt auf das mathematisch korrekte Volumen an, sondern nur auf gleich berechnete Werte.
Aber diese Sachlage hätte ja eigentlich seit dem Erscheinen der allgemein verbreiten PdS schon irgendwo diskutiert werden können.

Das Problem: Entolomasporen sind eckig und keine Rotationsellipsoide.
Insofern kann man nur anhand der Länge und der Breite die Volumina gar
nicht sauber ausrechnen... Die Verteilung zeigt dennoch, dass an der
oberen Grenze die Messwerte nach oben (bis 400 µm^3)
"ausfransen". Sind hier die sogenannten Ausreißer bereits
eliminiert worden oder ist die Darstellung die "ungeschminkte
Wahrheit"?

Muß Karl beantworten. In meiner TODO-Liste steht drin, das ich alle rausgeworfene Ausreißer auch getrennt noch erfasse und diese dann im Messprotokoll auch mit aufführe, wie muß ich mir noch überlegen.

Ich weiß, es ist ein bisserl dämlich, nachzufragen, wenn ich das Programm
noch nicht verwendet habe. Ich bin aber neugierig und zudem bezüglich der
Volumina-Berechnung recht skeptisch.

s.O.

Ich würde mich "wohler" fühlen, wenn die Messgenauigkeit
abschätzbar wäre und dies in die Genauigkeit der Ergebnisse mit eingehen
würde (also statt mit Punktwerten müsste man mit Intervallen arbeiten -
ist zwar aufwendig, aber mathematisch gesehen genauer).

Erklär mal bitte genauer, wie du das mit den Intervallen meinst.

Ich würde von einer Messgenauigkeit der Länge und der Breita von je 0,5 µm
ausgehen.
Ich habe das Gefühl, dass die Messwerte auf 0,1 µm genau angegeben werden
(was deutlich jenseits der Auflösungsgrenze des Lichtmikroskops liegt) -
z.B. durch Messprogramme am Bildschirm. Die Sporenwände werden immer
unscharf abgebildet (z.B. Beugung am Sporenrand, Brechung beim Übergang
Wasser-Sporenwand-Wasser). Das suggeriert eine zu hohe Genauigkeit...

Natürlich können wir die Mittelwerte so angeben, da es ja Mittelwerte sind.
Einzelwerte (z.B. Extremwerte) sollten so genau wie möglich, je nach Verfahren, angegeben werden.

LG, Jens

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