Re: Lactarius trivialis leider gar nicht so trivia
Hallo Jens,
so als kleiner Hobbymykologe im Anfängerstadium finde ich es erstaunlich
einfach, mit Hilfe des Zeissprogramms, Gerds Excel-Tabelle und natürlich
einer Kamera auf dem Okular nachvollziehbare Daten zu ermitteln.
Mit diesem Equipement mag es durchaus sein, dass man sinnvoll statistisch berehcnen kann, weil die ermittelten Sporengrößen eben auch genau sind und nicht auf 0,2 µm geschätzt wie beim Messen im Mikroskop.
Ich habe mal irgendwo gelesen, das man die zu großen und zu kleinen Sporen
rausschmeißt und dann einen mathematischen Mittelwert bildet. Aber
wieviele und welche genau?
Ich mach das etwas gefühlsmäßig. 20 messe ich immer (vorausgesetzt ich finde so viele messbar, in alten Exsikkaten ist das manchmal nicht möglich), je nach Variationsbreite dieser 20 und auch etwas Beeinflusst von der persönlichen Wichtigkeit des Fundes auch ein paar mehr (30, 40 oder gar 50). Also Mollisien werden fast immer mit mehr als 20 gemessen ....
Dann doch lieber einfach alle messbaren messen und Statistik anwenden. Das
sollte konsequent angewandt doch eigentlich auch am ehesten vergleichbare
Werte produzieren.
Jaaaaa, aaaber - das setzt voraus, dass man auch wirklich brav nur Sporen misst, die flach seitlich liegen . Ich habe bisher noch nicht einen einzigen Bildschirmmesser angetroffen, der sich an diesen Grundsatz gehalten hätte. Im Regelfall wird alles gemessen, was nur nen annähernd scharfen Umriss zeigt. Damit führt man dann schnell seine eigene ach so genau statistische Auswertung ad absurdum.
Also ich werde bis auf Weiteres wohl ein Fan dieser ja auch sehr schnellen
Methode bleiben
Wenn ich mal ein fest installiertes Kamerasystem auf meinem Mikroskop habe, dann werde ich das vermutlich ebenso machen. Nicht weil ich der Meinung bin, bessere Messergebnisse zu erhalten, sondern weil ich denke, dass es schneller geht.
beste Grüße,
Andreas