Re: Netzst. Hexenröhrling-Effekte mit Koffein/Teei
Hallo Birgit
Seit gut 10 Jahren führe ich in der Schweiz eine amtliche Pilzkontrollestelle für drei Gemeinden . In dieser Zeit habe ich ca. 500 kg Parasolpilze den Sammlern zum Verzehr freigegeben. In keinem Fall sind bei der Konsumation Probleme aufgetreten.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Art auch ab und zu verwechselt wird. Ich stelle fest, dass wenig erfahrene Sammler jede grössere Makrolepiota als Parasol betiteln. Ich nehme deshalb an, dass bei gastrointestinalen Reaktionen nach dem Genuss nicht procera, sondern M. rachodes var. hortensis (Gartenform des Safranschirmlings), verantwortlich gemacht werden muss. Der dabei konsumierte Alkohol wird dabei keine Rolle für die gesundheitlichen Probleme gespielt haben. Es ist erwiesen, dass diese Art bei empfindlichen Personen Probleme auslösen kann. Der Giftriesenschirmpilz, M. venenata wäre eine andere Möglichkeit für Spekulationen. Ich persönlich glaube aber, dass dieser Pilz infolge seiner Seltenheit ausgeklammert werden kann.
Der netzstielige Hexenröhrling ist bei uns nicht auf der Speisepilzliste. Der Grund dafür liegt in der Unverträglichkeit zusammen mit dem Alkohol.Das heisst, dass ich diese Art nicht zum Verzehr freigeben darf. Deshalb kann ich hier keine Aussagen machen weil die Erfahrung fehlt. (Kann mir die Sache mit dem Tee, Kaffee jedoch nicht vorstellen !)
Herzliche Grüsse
Sepp