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Re: Keine Tulpen mehr im Harzkreis

Wolfgang P., (vor 5340 Tagen) 1.082 Beiträge @ Lothar

... habe ich richtig verstanden: von 5 würdest Du 4 mitnehmen. In Wahrheit
wohl doch eher alle 5.
Fürs Fungarium. Also Totmaterial für die Briefmarkensammlung rechtfertigt die
Entnahme der größten Raritäten mit der Grobkelle. Sorry, Du schreibst,
jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Deine finde ich allerdings
ziemlich scheiße.

Hallo Lothar,

ich würde es machen wie Andreas, und ausreichend Material mitnehmen, um die Variabilität der Art in allen Entwicklungsstadien studieren zu können (3-4 Fruchtkörper sind - je nach Gattung - dafür noch zuwenig). Sogar wenn der Standort in einem NSG liegt. Dass man im Gelände schon weiß, dass es sich um die sehr seltene Art xy handelt, die nur 3 Fundpunkte in D hat, ist doch der völlig seltene Ausnahmefall (in dem ich vielleicht auch anders reagieren würde).

Bei mir ensteht durch diese Arbeitsweise die moralische Verpflichtung (im Fall eines NSG sogar die rechtliche Verpflichtung), die Kollektion tatsächlich nach bestem Wissen zu untersuchen, und die Ergebnisse irgendwann der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Fall von NSG's habe ich mit dieser Position die Naturschutzbehörde auf meiner Seite, denn genau dafür hat sie mir eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

Falls Du mal in die Verlegenheit kommst, mir einen Standort einer seltenen Pseudobaeospora zeigen zu sollen, kann ich Dir aber versichern: ich würde nur ein Foto machen und alle Fruchtkörper stehen lassen, weil ich darauf vertrauen würde, dass Du vorher die oben genannte Arbeitsweise selbst angewendet hast.

Grüße,

Wolfgang

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