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Re: Keine Tulpen mehr im Harzkreis

Der Juergen, (vor 5340 Tagen) 2.227 Beiträge @ Axel Schilling

Hallo Axel,

prinzipiell stimme ich mit Deiner Meinung überein, auch ich lasse lieber etwas stehen; Fotos und Fragmente vom Fruchtkörper reichen mir völlig aus.

war es in diesem Fall ein "intakter" Standort und wie soll man das
definieren?

Bei solchen "seltenen" Arten - wo die Seltenheit ja meist mit einer strengen Biotopbindung korreliert - ist meine Erfahrung diese, dass der Standort nicht zufällig ist, sondern ein für die Art intaktes Biotop darstellt. Der Standort ist schützenswert, nicht die Fruchtkörper, oder die Art (überspitzt formuliert). Diese Erkenntnis: Biotopschutz, sickert aber nur langsam ins Bewußsein des Naturschutzes ein. Die Roten Listen sind eigentlich ein Relikt aus der Zeit, als Arten direkt durch menschliche Nachstellung bedroht waren (Vögel z.B.). Man wollte die Arten schützen. Heute muss man jedoch die Biotope schützen. Also; wer sind die "Bösen"? Die Naturinteressierten, die Fruchtkörper entnehmen, oder vielleicht doch der Sandgrubenbetreiber oder Zementwerks-Besitzer, der vom Land Abbaulinzenzen bekommt. Ich glaube, dass wir uns über die Falschen aufregen.

Grüßle
Jürgen

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