Re: Hallimasch-Zubereitung
Hallo Thomas,
die verschiedenen Antworten zeigen ja, dass die meisten hier sich nicht an die "reine Lehre" halten, und ich selbst tue es auch nicht (typ. Zubereitung: ca. 3 Minuten kochen, Wasser wegschütten, dann noch einige Minuten braten ... schmeckt gut).
Da die Dinge nun mal so sind, wie sie sind, wäre meine Emfehlung, dass Du dieses "Problem" einfach kurz beschreibst, wie es ist (d.h. eigentlich sollte man ... aber...), und dann - unter allem Vorbehalt - Dein Rezept so aufschreibst, wie Du es am liebsten machst. Verbunden mit den üblichen Hinweisen (mal mit kleiner Menge probieren, Möglichkeit der individuellen Unverträglichkeit) fände ich das ok.
Viele Grüße,
Rainer
Moin allerseits,
ich weiß, es ist noch ein wenig hin, bis man den leckeren Hallimasch wieder
sammeln kann, aber im Rahmen eines Pilzbuches soll ich auch über die
Zubereitung des Pilzes schreiben. Und da bin ich ein wenig in der
Zwickmühle: Da der Hallimasch roh giftig ist, soll man ihn vor der
eigentlichen Zubereitung abkochen und das Kochwasser verwerfen.
In vielen Pilzkochbüchern wird eine Kochzeit > 10 min empfohlen. Mal
abgesehen davon, dass das so aussieht als habe dort einer vom anderen
abgeschrieben, ist das Ergebnis solcher Abkochorgien IMHO alles andere als
ein kulinarisches Erlebnis. Was soll ich mit einem Pilz anfangen, der
faktisch nur noch aus Chitin besteht und auch so schmeckt?
Also habe ich schon vor vielen Jahren damit begonnen, die Abkochzeit
drastisch zu verkürzen. Mittlerweile bin ich bei 3 bis 4 Minuten
angekommen: Ich gebe die Hallis in kochendes Wasser und stoppe die Zeit,
sobald das Wasser wieder kocht. Dann gieße und schrecke ich sie ab.
Auf diese Weise bleibt der einzigartige Geschmack der Hallis erhalten. Zudem
habe ich schon das halbe Dorf mit solchen Hallimasch bekocht, und niemals
hat jemand "hal im Arsch" gehbat.
Meine Frage ist nun: Schreibe ich ab oder gebe ich meine Kochempfehlung
weiter? Was meint ihr? Immerhin wendet sich das Sonderheft auch an
Anfänger.
Grüßlis
Thomas