Re: 1. Becher gesmafft
Hallo Ingo,
; Also in meiner althergebrachten Angabe wäre es für
Becher 1 = 13,2-16,2 x 3,8-4,6
Becher 2 = 13,0-15,2 x 4,0-4,7
Wobei ich mich hier extra bemüht habe, alles zu messen, auch, wenn es
augenscheinlich die gleiche Größe wie die Nachbarspore hat (wegen des
Programms halt).
Deine althergebrachten Werte wären in diesem Fall zwar knapp präziser, bei Smaff kann man aber davon ausgehen, dass die nächsten Werte des Pilzes mit 95%iger Wahrscheinlichkeit in die Angaben passen.
Du hast dir da aber auch einen Pilz ausgesucht, der kaum streut und das noch nicht einmal in einem Quetschpräparat.
Wie gesagt, sonst schaue ich, was üblich ist und suche ein paar Ausnahmen
nach oben und unten.
Da kommt dir natürlich deine Erfahrung zu Gute, die aber trotzdem von deiner eigenen Sichtweise (womöglich völlig unbewußt) beeinflusst sein dürfte, also keine neutale Werteschätzung ist.
Die Sporen der Cenangium sind ziemlich reif, so in dem Rahmen halten sich
momentan die Werte meiner Aufsammlung, können aber sicherlich durch
Optimalreife noch ein klein wenig zulegen.
Dann müssten sie aber dicker werden, da zottos sporen erst da anfangen, wo du aufhörst, sogar mit deinen Extremwerten.
Zottos Fund auf der DVD ist z.B. so bemaßt: (13)14-17,5(20) x 4,8-6,0
wobei man hier getrost den 20-iger weglassen kann, das war dann schon ein
Ausrutscher oder Überreifer.
Die Breitenangabe harmorniert schon viel schlechter, juckt mich persönlich
aber erst mal überhaupt nicht, weil es nur 1 Fund ist.
Ok, relativiert meine obere Aussage.
Andere Angaben wären: Ellis: 12-15 x 3,5-5
passt doch nicht schlecht, aber wie haben die die Werte ermittelt? Aiuf alle Fälle haben die auf 0,5 gerundet. Kannst du doch probeweise mal schnell einstellen. Ich habe ja deine Messwerte nicht.
Nordic: 10-16 x 4-6
Die Frage ist, was konkret kann ich aus der Smaff-Auswertung herauslesen, was
mir bei einem problematischeren Fall weiterhelfen könnte oder anders
gefragt, würde ich die 2.Messung mit Diagramm auf das Gesamt-Diagramm
legen, würde ich es noch für das gleiche halten oder kämen mir womöglich
noch schneller Zweifel, dass es was anderes ist.
Wenn du Werte hättest, die mit Smaff oder Gerds excel-tabelle o.ä. errechnet wurden und die gleichen Umstände bei der Messung hättest, wirds vergleichbar.
Bei dem vorliegenden Pilz ist es einfach, weil er noch andere schöne Merkmale
hat und auch substratspezifisch ist, also die Bestimmung passt sehr
sicher.
Hast du vielleicht mal ein Beispiel, wo dir die statistische Auswertung dabei
geholfen hat, zwei mikroskopisch sehr ähnliche Arten voneinander zu
unterscheiden?
Leider nein, da ich irgendwann die Schnauze voll hatte von den unterschiedlichen Angaben überall und eben der Sache auf den Grund gehen wollte, was dann in Smaff geendet ist. Und damit bin ich ja immer noch nicht ganz fertig: Tab "Stichprobenvergleich" soll das von dir angefragte mal ermöglichen.
Ich hatte damals geradezu Angst beim proggen, dass ich nicht mal Normalverteilungen in meinen Stichproben habe (Christoph H. hat mir gerade eben da wieder einen Dämpfer verpasst)
Bis ich alleine den Shapiro-Wilk test begriffen habe (also was da gerechnet wird und so) habe ich schon so lange gebraucht, dass ich das hier nicht posten werde, um nicht als Vollidiot dazustehen. Zu Glück hat sich die Sorge als unbegründet erwiesen und man hätte mich damals grinsend um den Tisch tanzen sehen können, was ich keinem wünsche..., als ich eigentlich nur Normalverteilungen hatte.
Was ich jetzt über Normalverteilungsstatistik weiß, muß ich mir bei den Pilzen noch erarbeiten.
N8, Jens
VG Ingo W