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Mushrooms love the dead!!!

Leonie, (vor 9665 Tagen) 658 Beiträge @ Andreas Gminder

Die Sammeln doch meist nur Maronen, Steinpilz und Rotfüße (von denen halte
ich ja kulinarisch so gar nichts!).
Hallo Leonie,
da muss ich dich leider korrigieren. Bei uns im Schönbuch und um Stuttgart
rum wird alles eingesammelt was Röhren hat. Die Hexenröhrlinge bleiben ab
und an stehen (obwohl sie häufig sind). Aber dafür habe ich schon mehrmals
abgeschnittene Königs-Röhrlinge entdecken müssen, ohne dass ich weiss wer
die sammelt. 20 leuchtendgelbe Stielstümpfe mit 3-5 cm (!) Durchmesser
.... Außerdem wird der Sommersteinpilz gerne gesammelt, und an manchen
Stellen haben wir da dann auch den Schwarzhütigen Steinpilz und den
Anhängsel-Röhrling dabei. Die wandern natürlich genauso (oft unerkannt) in
den Kochtopf. Ebenso B. pseudoregius, fechtneri, depilatus und der Fahle
Röhrling, Xerocomus moravicus und auch Boletus radicans. Bei letzterem
wünsche ich mir ja sehr, dass die denn dann auch gegessen haben.
Leider ist es mir bisher nur einmal gelungen, einen Pilzsammler auf diese
seltenen Röhrlinge hinzuweisen. Er hat mir zwar versprochen, in Zukunft
andere zu nehmen, aber im nächsten Jahr waren die aereus halt wieder
abgeschnitten. Ob von ihm oder jemand anderem weiss ich natürlich nicht.
Jedenfalls ist's ziemlich frustrierend :-(
Witzigerweise wird auf einem der beiden Waldfriedhöfe mit interessantem
Pilzbestand grundsätzlich alles freßbare abgegrast (man kann's nicht
anders nennen), auch die Netzstieligen Hexenröhrlinge und selbst Amanita
solitaria und Korallenpilze. Alles nicht eßbare wird umgetreten. Kaum
Chancen für einen Pilz zu fotogener Größe heranzuwachsen. Und dieser
Friedhof ist ein Schatzkästchen !!! Auf dem anderen wird dagegen überhaupt
nicht gesammelt. Ich habe noch nie einen abgeschnittenen oder
umgestossenen Pilz dort gesehen und ich bin fast wöchentlich dort. Schon
merkwürdig irgendwie, wie unterschiedlich Leute sich Pilzen gegenüber
benehmen ...
Grüße,
Andreas

Naja. wenn da 20 Königsröhrlingsstümpfe waren, sind die doch gar nicht so selten. Ok, ich hätte wohl die die jüngsten und ältesten stehen gelassen! Ich finde es aber auch frustrierend die Stümpfe meiner Vorgänger zu finden.
Über Pilze Umstoßen brauchen wir gar nicht zu diskutieren, aber irgendwie würde auch ich halt denken, besser die schwarzhütigen Steinpilze landen in meinen Kochtopf als im Magen von diesen gräulichen Nacktschnecken oder anderen Untieren. Und aus der Stratosphäre rieseln ja eh neue Sporen herab! :-)

Ein anders Phänomen, warum wachsen Pilze sogern auf Friedhöfen. Unserer ist erst 20 Jahre alt. Aber was sich da so alles tummelt. Sogar Pfifferlinge!

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