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Telefonnummer zur Psiloberatung beim LKA

damijan, (vor 9548 Tagen) @ damijan

Hallo Georg,
zunächst mal vielen Dank dafür, dass Du so ausführlich auf meine Anregung
eingegangen bist. Mir liegt zu wenig an diesem Thema, als dass ich an
dieser Stelle unbedingt FÜR ein Psilo-Forum eintreten würde. Viel eher
dachte ich mir,d dass man vielleicht der offenbar des öfteren auftretenden
Fragestellung Rechnung tragen könnte.
Zu Deinen Infos in Sachen Psilocybin einige Anmerkungen (wodurch sich diese
Diskussion ja letztendlich doch wieder fortsetzt, Herrgottsakra!).
ZU 1.) "Psilocybin ist bemerkenswert ungiftig"
folgende Texte stammen aus:
http://www.die-kriminalpolizei.de/ausgaben/kp9902.htm#Artikel4
Psilocybin-Pilze
Psilocybin ist der Phosphorsäureester des Indolalkaloides Psilocin.
Psilocybin wurde bisher in den Gattungen der Kahlköpfe, Düngerlinge,
Rißpilze, Flämmlinge und Dachpilzen festgestellt.
Psychisch wirkt Psilocybin ähnlich wie LSD oder Meskalin. Somatische
Beschwerden wie z.B. Übelkeit und Schwindel können vorausgehen. Dann
stellen sich
Glücksgefühle oder Ängste, unmotiviertes Lachen, Hemmungslosigkeit u.a. ein.
Nach spätestens 8 (10) Stunden klingt die Wirkung in den meisten Fällen
ohne
wesentliche Folgen ab. Es führt nicht zu körperlicher Abhängigkeit.
Wiederholte Psilocybineinnahme führt relativ schnell zur körperlichen
Toleranz; immer größere Mengen
werden für den "Kick" erforderlich. Nach dem Absetzen bildet sie
sich wieder zurück.
Ibotensäure-Pilze
Die Ibotensäure als psychtroper Wirkstoff könnte hauptsächlich in
Frischpilzen analysiert werden; sie geht bereits beim Kochen oder Trocknen
in die Derivate Muscimol
und Muscazon über. Als eigentlicher Giftstoff tritt das Muscimol auf, das bis
zu zehnmal giftiger ist als Ibotensäure. Muscazon ist nur schwach giftig
und kann
vernachlässigt werden. In Europa wurden in bisher zwei Pilzarten Ibotensäure
bzw. deren Abkömmlinge Muscimol und Muscazon festgestellt: Der Fliegenpilz
mit seinen
Variationen und der Pantherpilz. Bereits etwa 30 Minuten nach der Einnahme
treten rauschartige Zustände mit Gefühlsausbrüchen, Schwindelgefühlen,
Gangunsicherheit,
Toben, Schreien, Sinnestäuschungen aber auch Krämpfe und Muskelzuckungen auf.
In besonders schweren Fällen kann es zum Delirium, zu Kreislaufversagen
und
Atemstillstand kommen. Sie Symptome sind nach 2 bis 3 Stunden voll entwickelt
und klingen nach 4 bis 8 Stunden ab; sie münden in einen tiefen Schlaf
oder
Bewußtlosigkeit. Meist wacht der Konsument ohne weitere Beschwerden 10-15
Stunden nach der Einnahme auf.
Strafbarkeit
Das Sammeln und Verwerten von Drogenpilzen ist bis heute nicht strafbewehrt,
da sie selbst nicht unter die betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften
fallen. Dies gilt derzeit auch noch die Einfuhr ins Bundesgebiet und deren
anschließende Vermarktung. Auch wer Drogenpilze züchtet und verwertet,
nützt nur die herrschende Gesetzeslücke aus.
Schlußbetrachtung
Das stark zunehmende Interesse der Medien an Drogenpilzen dürfte unsächlich
im Zusammenhang mit der Zunahme der "Psilos-Freunde" stehen.
Gewarnt sei an dieser
Stelle vor Schnellschüssen in der Bestimmung der Drogenpilze anhand von
Bildtafeln oder anderen Quellen. Denn das Wissen um das Leben der Pilze,
ihrer Gattungs- und Artenvielfalt, ihrer Geniessbarkeit oder Giftigkeit
erfordern nicht nur umfangreiche theoretische Kenntnisse sondern auch
jahrzehntelange praktische Erfahrung im Bestimmen von Pilzen.
Zum Autor
KHK Hans Weckermann ist seit 1987 geprüfter Pilzsachverständiger der
"Deutschen Gesellschaft für Mykologie". Er ist beim LKA in
Stuttgart tätig. Anfragen zu
Drogenpilzen oder allgemeine Pilzkunde beantwortet er – im Rahmen seiner
dienstlichen Möglichkeiten – gerne; Telefon 0711/248900-21, Fax –35.

Die Nummer von Herrn Kriminalhauptkommissar Weckermann hat sich geändert, wie ich soeben herausfand. Er ist unter 0711-540124-44 oder Fax: 0711-540124-45/-55 zu erreichen und scheint ein lustiger Gesell zu sein.

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