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Re: Aaaalso, Ralph ...

damijan, (vor 9547 Tagen) @ Birgit

Hallo damijan,
Alles richtig mit Rauchern, Trinkern, Sportlern. Falsch ist hingegen, daß
Diabetes immer unverschuldet ist, die meisten Diabetiker sind Typ
II-Diabetiker, also Altersdiabetiker, deren Diabetes durch
"selbstverschuldetes" Übergewicht verursacht wird. Der Faden
läßt sich beliebig weiter spinnen, hohes Risiko an
Herzkreislaufkrankheiten bei Übergewicht, mangelnder Bewegung, Streß im
Beruf und ungesunder Ernährung, Verschleißerscheinungen der Gelenke
(künstliche Hüftgelenke z.B.) bei Übergewicht, Zecken-Borreliose bei
Pilzsammlern, Infektionskrankheiten nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr
oder nach Fernreisen, Querschnittslähmungen nach durch Leichtsinn
entstandenen Unfällen, Depressionen verursacht durch die eigenen
persönlichen Lebensumstände, alles mehr oder weniger selbstverschuldet....
Da kann man beliebig weitermachen. Wo willst du da die Grenze ziehen?
Riskozuschläge für alle angesprochenen Gruppen, oder eine generelle
Verordnung von oben einer risikoarmen, gesunden Lebensweise?
siehe oben.
Gruß
Birgit

Hallo Birgit!

In der Tat ein beinahe entkräftender Einwand. Sicherlich sind die meisten Erkrankungen der von Dir genannten Typen "irgendwie" selbstverschuldet. Aber um die geht es mir nicht, und angesichts Deiner haarspalterischen Pedanterie (ich meine das jetzt gar nicht böse, als viel eher mit einem Augenzwinkern) glaube ich schon, dass Du verstanden hast, was ich meine. Aber allmählich überkommt mich so etwas wie Überdruss, mich ständig erklären zu müssen vor Leuten, die dann irgendwo in einer Argumentationskette auch nur den kleinsten Makel suchen und natürlich auch finden (denn wer sucht, der findet tatsächlich (nicht nur Pilze)) und sich dann daran aufhängen. Ich hatte nicht an Fälle gedacht, die durch leider nicht zu ändernde gesellschaftliche Umstände hervorgerufen werden (Du sprachst z.B. Berufsstress usw. an), sondern solche Fälle, wo jeder einzelne durch konkretes Verhalten eine Verschlechterung seiner gesundheitlichen Perspektive vermeiden helfen kann. Aber das hast Du ja auch verstanden, bist ja nicht doof und schreibst es ja selbst. Wo die Grenzen zu ziehen sind, ist ja manchmal wirklich etwas schwer. Aber als erwachsener und voll mündiger Mensch müsste man schon so etwas wie eine Intuition besitzen, eine Art sittlichen Instinkt, der einem zeigt, wo richtig aufhört und eindeutig falsch beginnt. Philosophische Spielchen, bei denen man tatsächlich durch Argumente versuchen kann, Schwarz Weiss sein zu lassen, halte ich manchmal auch für unterhaltsamen intellektuellen Zeitvertreib, das hat aber im realen Leben nicht immer Platz. Gut, hiermit möchte ich mich aus der gesamten Diskussion feierlich verabschieden, denn ich habe zu tun. Grüsse an alle restlichen Diskussionsteilnehmer der letzten Tage!

Damijan

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