Pilze Pilze Forum
Erweitert

Re: Nachtrag

Birgit, (vor 9548 Tagen) 2.644 Beiträge @ Henning

Hallo Henning,

Also in der Gegend in der ich gross geworden bin war das so das Alkohol
gerne auch mal in groesseren Mengen konsumiert worden ist. Das ist auf
dem Lande so ueblich - und man(n) war ein grosser Held wenn einer
einen ganz schoenen Stiefel vertragen konnte.
Das was Du vergleichst ist jemand der mal abends seinen Wein trinkt (so
wie ich :-)) mit jemanden der einen Trip haben will. Dies finde ich etwas
unpassend. Weil jemand der sich betrinkt unterliegt ja auch
gefuehlsschwankungen
und aehnlichem.

Warum ist das unpassend? Als Alkoholiker oder an der Grenze dorthin wird man teilweise schon dann eingestuft (s. z.B. Infoblätter von Krankenkassen etc.), wenn man z.B. täglich sein Bier oder sein Glas Wein trinkt (und im Zuge der Herzinfarktbekämpfung mit der Empfehlung täglich 1-2 Glas Rotwein zu trinken, wird man dann unweigerlich zum Alkoholiker ;-)). Gut, das hab ich jetzt nicht so 100% ernst gemeint.
Trotzdem bin ich nach wie vor der Meinung, daß hier in der Wirkung ein Unterschied in der Größenordnung ist, Psilocybin erscheint mir (laße mich gerne eines besseren belehren) nicht so leicht dosierbar, ein bißchen Trip gibts scheinbar nicht, oder? Ich würde jedenfalls erschrecken, wenn mir (auf Grund von langdauerndem Alkoholmißbrauchs oder eines Psilotrips) plötzlich rosa Elefanten über den Weg laufen würden.

In geringeren Dosen neigt man i.a. zur Selbstueberschetzung
(deswegen stehen vorallem in Ostdeutschland so viele lustige Kreuze an den
Strassen..). Und eigentlich ist nur der der sich gezielt betrinkt mit dem
gleichzusetzen was einer mit einem Trip erreichen will.

Gerade diesen ALkoholmißbrauch wollte ich in diesem Posting eindeutig ausnehmen, vielleicht kam das nicht so gut rüber. Ich bin auch der Meinung, und habe das in früheren Postings ja auch eindeutig kundgetan (in der damaligen Psilodiskussion), daß ALkohol eine staatlich subventionierte Droge ist und die unterschiedliche Behandlung der Gesamtheit der weichen Drogen durch den Gesetzgeber für mich nicht nachvollziehbar ist. Was mich an der ganzen Sache etwas stört, ist mein Eindruck, daß mit diesem Argument auch sachliche Kritik an der Droge Psilocybin totgeschlagen werden kann. So, hoffentlich kam das jetzt einigermaßen klar rüber, was ich meine.

Hasch kann man uerbigens recht gut dosieren :-) so das man sich eben guut
fuehlt aber nicht abdreht.

Ja bei Hasch ist nun wirklich überhaupt kein Grund gegeben es nicht zu legalisieren. Das ist überhaupt keine Frage und da ist auch gar kein Zweifel meinerseits vorhanden über die Ungefährlichkeit im Gegensatz zu Alkohol, Hasch wird inzwischen ja sogar für medizinische Zwecke eingesetzt.

Das Problem ist und bleibt der Missbrauch - der bei unserer "No Risk -
No Fun"
Generation ein echtes Problem darstellt. Und hier ist es egal ob es sich
um Alk oder Pilze handelt.
Was mich stoert ist das so ein Unterschied draus gemacht wird. Alkohol
ist eindeutig eine haertere Droge als Hasch (zu Pilzen kann ich da mangels
Erfahrung wenig zu sagen).

Ja, mit dem Hasch stimm ich dir zu, bei den Psilos bin ich nach wie vor zweifelhaft. Zweifelsfrei würde ich bei den Pilzen allerdings Fliegenpilze und Pantherpilze ausnehmen, ob deren Genuß auf die Dauer unschädlich für die Gesundheit ist, wage ich zu bezweifeln.

Gruß

Birgit

Eintrag gesperrt
44 Aufrufe

gesamter Thread: