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Re: Aaaalso, Ralph ...

Lothar, (vor 9547 Tagen) 2.294 Beiträge @ damijan

Hallo alle zusammen,

wie mein Freund Ralph zurecht gepostet hat, ist Psilocybin eine bemerkenswert ungiftige Substanz. Sicher ist bei keiner Droge auszuschließen, daß unvorhergesehene Reaktionen eintreten. Ich habe einmal eine Semesterarbeit (während meines Bio-Studiums) über Psilocybin gemacht und dabei haufenweise Literatur recherchiert. Das fast einzig negative über Psilocybin fand ich in Flammer & Horak (Pilzgifte), wo der moralische Zeigefinger erhoben wird (vielleicht erhoben werden muߴ?). Es würde mich auf der anderen SEite durchaus interessieren, was in Barbaras Cocktail außer Pilzen (Psilocybe-Pilze?) an anderen Substanzen mit drin war. Es erscheint mir wahrscheinlicher, daß die Ursache für die psychische Erkrankung in diesen anderen Substanzen liegt.

Gruß von
Lothar

Hallo Bea!
Barbara ist noch immer in Wiesloch (PLK BaWü). Sie muss wohl zwischenzeitlich
echte Tiefs gehabt haben und schon erkannt haben, was geschehen ist und wo
sie sich befindet. Es hat 2 Selbstmordversuche und mehrere sog.
"fremdgefährdende" Attacken gegeben, weshalb sie zeitweise auch
geschlossen verbracht wurde.
Laut Freundinnen-Bericht ist sie mittlerweile ruhig, aber wirr. Nicht zu
vergessen ist hierbei, dass sie auch Medikamente erhält, die die ohnehin
schon drogenbeeinflussten biochemischen Prozesse im Gehirn wohl noch
zusätzlich verändern. Aber was soll man in einem solchen Fall auch tun?
Ich möchte nur ungern an der Stelle des behandelnden Arztes sein, der in
einem solchen Fall - ohne genaue Kenntnis über die GENAUEN Schäden - auch
noch ein Medikament verabreichen soll.
Es hat ja in den letzten Tagen zahlreiche Beiträge zu dieser Diskussion
gegeben. Und jeder hat wohl darüber nachgedacht. Ich würde zusammenfassend
auch vor dem Hintergrund des Falls "Barbara" einfach nur vor
unwissendem und disziplinslosem Verzehr besonders zusammen mit anderen
Drogen warnen. Den unter Legalisierungsbefürwortern (zu denen ich mich aus
Gründen der quantitativen und besonders qualitativen Kontrollierbarkeit
auch zähle) oft verpönten Begriff der "Einstiegsdroge" möchte
ich dabei auch nicht unerwähnt lassen. Für viele trifft das mit der
Einstiegsdroge vielleicht nicht zu, aber wird es immer einen gewissen
Prozentsatz an Konsumenten geben, bei denen genau dies der Fall ist. Und
um die geht es ja.
Damijan

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