Re: Fragen zur Täublingregel
Hallo Xanter,
Es gab mal eine Publikation was sich mit Täublingen in Kassel und Umgebung
beschäftigt hat aus: Zeitschrift für Mykologie (vormals Zeitschrift für
Pilzkunde)
1990 Band 56 Heft 1 (216 Seiten): +++ R.Agerer: Gibt es eine Korrelation
zwischen Anzahl der Ektomykorrhizen und Haeufigkeit ihrer Fruchtkoerper? +++
U.Bock: Taeublinge im Schlosspark Wilhelmshoehe Kassel
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Der Artikel "Agerer, R (1990): Gibt es eine Korrelation zwischen Anzahl der Ektomykorrhizen und Häufigkeit ihrer Fruchtkörper ?, Zmykol, Band 56(1), Seite. 155 - 158" ist 4 Seiten lang, nicht einfach zu lesen und kommt zusammenfasend zu folgendem Schluss:
- Es wird gezeigt, dass die Zahlen der Ektomykorrhizen von Russula ochroleuca unter den Fruchtkörpern statistisch signifikant höher sind als anderswo im Boden.
- Untersucht wurden Bodenproben (5 cm Durchmesser, 10 cm Tiefe) unter 3 nahe beieinander stehende Fruchtkörper und insgesamt 19 weitere Bodenproben, die kreisförmig in Abständen von 20 cm, 60 cm und 120 cm von diesen Fruchtkörpern entfernt entnommen wurden.
- Die Untersuchungen wurden in einem Fichten-Reinbestand bei Wiedeshausen (Deutschland, Bayern, Lkr. Dachau) durchgeführt. Der Boden war eine schwach podsolige Parabraunerde mit Moderauflage.
- Und in der diskussion wird noch festgestellt: Ähnliche Schlüsse zog bereits Laiho (1970) für Paxillus involutus. Er stellte fest, daß die Anzahl der Ektomykorrhizen von Paxillus involutus direkt korreliert mit der Anzahl der Fruchtkörper.
Grüße
Gerd
PS.:
Und bei der Geschmacksprobe von Täublingen kann ich nur empfehlen, zuerst mal vorsichtig mit der Zunge über die Lamellen zu streichen. Denn, wenn Du einer der wirklich "scharfen" erwischst und reinbeißt, dann stellst Du fest, warum "Speitäublinge" so genannt werden.